Studenten, die für eine begrenzte Zeit nach Frankreich gehen, um ein Auslandssemester zu machen, halten sich meist in den Studentenstädten wie Paris, Lyon, Toulouse, Bordeaux, Montpellier, Strasbourg, Nantes oder Rouen auf.

Dort wohnen und leben sie in Studentenwohnheimen oder WGs, sind über die öffentlichen und gut ausgebauten Nahverkehrssysteme der Städte gut vernetzt und benötigen selten mehr als ein Fahrrad, um sich vor Ort fortzubewegen.

Manche Regionen Frankreichs erfordern ein Auto

Wer aber nun auch das Land erkunden und nicht nur seine Studentenstadt kennenlernen möchte, der muss sich Gedanken machen, wie er sich in Frankreich fortbewegt. Je nachdem wohin die Reise geht, ist es nicht nötig dafür ein Auto zu besitzen. Mit Zügen und Bussen können auch kleinere Orte erreicht werden und auch ohne den Kauf oder das Mieten eines Autos ist ein toller Frankreich-Trip möglich.

Für eine Reise durch die Provence oder an der wilden Küste der Bretagne entlang ist ein Auto aber nicht verkehrt und das Reiseerlebnis kann durch eine Fahrt über spektakuläre Küstenstraßen oder durch lilafarbene Lavendelfelder noch gesteigert werden. Auch die kleineren Dörfer, die besonders in der Provence und an der Côte d’Azur malerisch sind, können mit einem Auto leichter erreicht werden.

In den Städten auf ein Auto verzichten

Ob ein Auto für eine Reise durch Frankreich im Rahmen des Studienaufenthaltes wirklich nötig ist, hängt also komplett von der Route ab. Sollen verschiedene größere Orte angesteuert werden, ist ein Mietwagen eigentlich überflüssig.

Dichter Verkehr in den Großstädten, überteuerte Parkmöglichkeiten in den touristischen Zentren der Städte und die ganz eigene Fahrweise der Franzosen machen Autofahren in Frankreich nicht immer zum Vergnügen.

Die Landschaft erkundet sich am besten mit dem Auto

Für einen Trip über Land, die Besichtigung verschiedener Küstenabschnitte, die Fahrt über kleine Dörfer und durch Natur und Landschaften ist ein Mietwagen aber definitiv von Vorteil. Sprit ist in Frankreich minimal günstiger als in Deutschland, ein Mietauto für eine Woche schlägt mit rund 200 Euro zu Buche.

Nicht zu vergessen ist die Maut, die in Frankreich auf vielen Strecken fällig wird. Für die meisten Autobahnen werden pro Kilometer Gebühren berechnet, die sich gerade bei längeren Fahrten ganz schön läppern können. Alternativ ist es möglich über Landstraßen zu fahren. Dies dauert länger, ist dafür aber umsonst (und je nach Region sogar schöner).

Besonderheiten beim Autofahren in Frankreich

Um in Frankreich Autozufahren, genügt ein deutscher Führerschein. Dieser ist wie jeder andere Führerschein, der in der EU erworben wird, in der gesamten EU gültig und sollte während der Fahrt immer mitgeführt werden. Ein zusätzlicher internationaler Führerschein ist nicht nötig und muss auch nicht extra beantragt werden.

Wichtig zu wissen ist ebenfalls, dass die Bußgelder für Geschwindigkeitsübertretungen oder andere Verstöße in Frankreich deutlich höher sind als in Deutschland, weshalb zu schnelles Fahren wohl überlegt werden sollte. Die Verfolgung von Verkehrsdelikten erfolgt in der Regel grenzübergreifend.

Eine weitere Besonderheit der französischen Verkehrsregeln betrifft das Mitführen eines Alkoholtestgeräts. Dieses kann an jeder Tankstelle erworben und muss im Fahrzeug mitgeführt werden. Blitzer- und Radarwarngeräte sind, sowohl einzeln als auch in Navigationssystemen integriert, in Frankreich verboten.

Ein Autokauf lohnt sich nur bei längeren Reisen

Für längere Touren durch Frankreich kann es sich lohnen, ein Auto zu kaufen und nach der Reise wieder zu verkaufen. Dies ist allerdings mit etwas mehr Aufwand als ein Mietwagen verbunden, weshalb dieser Schritt wohl überlegt und durchgerechnet werden will.

Eine Option ist auch, mit dem Zug vom Studienort in eine andere Region zu fahren und dann erst vor Ort für eine gewisse Zeit ein Auto zu mieten. Auf diese Weise verkürzt sich die Mietdauer, das Fahren und Parken in der Stadt entfällt und die teure Maut kann so umgegangen werden.

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